Vollständige Version anzeigen : Warzen bei Erwachsenen
Ihr Lieben,
vielen Dank für das wunderbare Forum!!!
Ich habe direkt eine Frage:
Am Hals und Dekollte habe ich seit Jahren viele kleine Warzen (meist fleischfarben, einige etwas dunkler). Es werden immer mehr. Meine Oma und auch Mutter haben auch solche Warzen, was mich nicht gerade aufbaut. Vielleicht ist es dazu noch wichtig zu erwähnen, dass ich viele Muttermale habe?
Welches Mittel könnte ich nehmen, wir wurde mal Thuja empfohlen, habe ich bisher nicht versucht. Wenn dies passen könnte, welche Potenz ist zu empfehlen?
Ganz viele Grüße,
Bettina
Liebe Bettina,
ich schließe mich mal Deiner Frage an;
bei mir hat sich auch eine einzige im Dekolleté (ausgerechnet!!! :eek: )gebildet.
Weiter oben hat ja Minni schon gefragt wegen Warzen bei Kindern.
Gilt denn Deine Anwort, liebe Biggi, auch in diesem Fall bei Erwachsenen?
Ganz liebe Grüße
Natalie
Hallo, ihr beiden,
die körperlichen Prinzipien sind doch bei allen Menschen gleich,
somit gilt:
Ein Entfernen der Warzen gilt in der Homöopathie als Unterdrückung,
unabhängig vom Alter.
Man kann in der Homöopathie Warzen nicht einfach so behandeln,
denn sie sind ein "Lokalsymptom".
Es gibt eine Hierarchie der Symptome, nach denen man ein Mittel auswählt.
Auf Platz eines steht: Causa, also die Ursache einer Erkrankung,
auf Platz neun steht: Lokalsymptom.
So macht es wenig Sinn, einfach ein Hautsymptom zu behandeln.
(Ausnahme: die psorischen Warzen der Kinder)
Ein Homöopath würde also nur ein wirklich passendes Mittel finden,
wenn er nach der Gesamtheit der Symptome behandelt,
das bedeutet er würde ALLE Symptome, die du sonst noch hast,
in seine Mittelfindung mit einbeziehen.
Laienhomöopathie ist das also nicht mehr.
Lieber Gruss
Biggi
Liebe Biggi,
boah, bist Du schnell!:o
Danke für Deine Antowrt!
Ja, schade:D, ich dachte mir schon, daß es auf einen Besuch bei einer/einem Homöopathin/Homöopathen hinauslaufen wird.
Bei mir paßt die Warze auch sehr in meinen Krankheitsstammbaum, auch der Ort, das Dekolleté, ist super bezeichnend :mad:.
Noch eine Frage habe ich:
Die Dellwarzen, die sich Kinder häufig in den Schwimmbädern holen, sind das dann auch jene psorischen?
Die werden doch durch Viren übertragen, nicht wahr?
Liebe Grüße
Natalie
Liebe Biggi,
könntest du nicht die gesamte Liste mal aufschreiben?
"Es gibt eine Hierarchie der Symptome, nach denen man ein Mittel auswählt.
Auf Platz eines steht: Causa, also die Ursache einer Erkrankung,
auf Platz neun steht: Lokalsymptom."
Sowas hilft ungemein für das Verständnis der Homöopathie :)
Viele liebe Grüsse
Claudia
Hallo Claudia,
klar kann ich das!“
Hier ist also die Hierarchie der Symptome.
Für den Anfänger ist das vielleicht verwirrend, laßt Euch davon also nicht
verunsichern. In unserem Büchlein haben wir dies sehr vereinfacht. Hier genügt es, die Bedeutung einer Causa zu kennen.
Den Fortgeschrittenen hier mag es ein hilfreicher Faden sein.
Denn leider wird die Hierarchie oftmals nicht mehr gelehrt.
Ich vermute, dass die Anwendung dieser Hierarchie ohne eine gute Materia medica oder ein Repertorium nicht funktioniert.
1. Causa
Dies ist also der Joker der Homöopathie.
Wenn ich die Ursache einer Erkrankung kenne,
und dann noch ein Mittel finde, welches bei dieser Causa zu heilen vermag,
dann wird dieses Mittel heilen, unabhängig davon, welche Symptome in Folge dieser Causa entstanden sein mögen.
Beispiel: Folge von Völlerei J ist dann Nux vomica,
ganz egal, welche Beschwerden diese Völlerei gemacht hat.
2. „153er Symptome“
Diese heißen so, weil Hahnemann sie im „Organon der Heilkunst“
In Paragraph 153 beschreibt.
Gemeint sind Symptome, die im Grunde sonderlich sind, beispielsweise, weil sie nicht zum klinischen Bild passen.
Sonderlich auffallend können sie sein durch:
ihre Modalitäten.
ihre Lokalisation
ihre Richtung (Schmerz erstreckt sich von … bis..)
Beginn, Verlauf, Ende
Sowie durch die Symptome begleitende merkwürdige Gefühle
In der Laienhomöopathie kommen 153 er Symptome noch nicht häufig zum Tragen, macht euch also noch keine all zu großen Sorgen deswegen.
3. Geistes und Gemütssymptome
Gemeint ist hier immer die Wesensveränderung unter der Krankheit.
So geben einige gerne Lachesis bei „Geschwätzigkeit“ einer Person, das ist aber falsch verstanden. Passend wäre Lachesis nur in dem Fall, dass diese „Geschwätzigkeit“ merkwürdigerweise die Beschwerden begleitet.
Beispielsweise gibt es Fieberformen, in denen die Kranken anfangen, viel zu erzählen, ganz egal was, und es scheint dann, als würde dieses Schwatzen ihnen gut tun.
4. Also-ob-Symptome
Hiermit sind gemeint: Symptome, die der Kranke mit als- ob beschreibt: „ Ein Kribbeln im Arm, als ob dort Ameisen hin und her laufen würden“
5. Begleitsymptome
Beispielsweise: Unruhe bei Hexenschuß
Abwechselnde Symptome: Verstopfung wechselt mit Durchfall
6. Körperliche Allgemeinsymptome
Beispielsweise: Generell viel Durst
Kein Durst bei Fieber aber wäre ein Begleitsymptom
7. Sexualsymptome
8. Schlafsymptome
9. Lokalsymptome
Liebe Biggi,
vielen Dank für Deine Antwort. Dieses Forum ist wirklich großartig.
Schade dass Tremmen so weit weg ist, sonst würde ich in deine Praxis kommen.
Ganz herzliche Grüße,
Bettina
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