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Chronische Krankheiten
Chronische Krankheiten sind alle Krankheiten, die keine begrenzende Tendenz haben, sie verlaufen in der Regel schleichend, von innen nach außen, von unwichtigen zu wichtigen Organen und schreiten unaufhaltsam fort. Unbehandelt führen chronische Krankheiten immer zum Tod.
Bei chronischen KH ist der Körper nicht in der Lage, die Gesundheit ohne Hilfe wieder vollständig herzustellen.
-chronische Krankheiten sind infektiöser Natur und werden entweder direkt durch den Erreger oder dynamisch durch Vererbung weitergegeben.
-Die Erreger überleben im Organismus und hinterlassen eine fortschreitende Schädigung.
-Der Körper ist alleine nicht in der Lage, den Erreger zu überwinden oder die Schädigung langfristig aufzuhalten.
-Chronische Krankheiten entwickeln sich von außen nach innen, von unwichtigen zu wichtigen Organen.
-Unterdrückung von Lokalsymptomen (scheinbar akute Lokalkrankheiten) führen zu einer Beschleunigung des Krankheitsverlaufs.
-Chronische Krankheiten zeigen auch in den Phasen, in denen die Krankheit „schläft“ klar wahrnehmbare Symptome.
Für die Behandlung chronischer Krankheiten ist ein umfassendes Wissen erforderlich. So muß z.B. unterschieden werden, ob der Symptomverlaufs eines Patienten zu akuten Krankheiten gehört oder aber das plötzliche Aufflackern der chronischen Krankheit ist. Die Natur der chronischen Krankheiten muß bekannt sein, ebenfalls ein Wissen um die Symptome der chronischen Krankheiten in allen Phasen.
Chronische Krankheiten sollten ausschließlich durch erfahrene Homöopathen behandelt werden.
Chronische Krankheiten sind alle Krankheiten, die keine begrenzende Tendenz haben, sie verlaufen in der Regel schleichend, von innen nach außen, von unwichtigen zu wichtigen Organen und schreiten unaufhaltsam fort. Unbehandelt führen chronische Krankheiten immer zum Tod.
Hallo,
ist das so?
Was wird denn unter "unbehandelt" bzw. "behandelt" verstanden?
Colitis Ulcerosa führt, meines Wissens nach, doch nicht zum Tod.
So ein Schub kann doch im Prinzip auch ohne Cortison z.B. behandelt werden.
Und was ist mit Neurodermitis?
Viele Grüße
Natalie
Liebe Natalie,
"unbehandelt" bedeutet eben keinerlei Behandlung. Weder naturheilkundlich, noch homöopathisch, noch mit Schulmedizin wie z.B. Cortison noch mit irgendwas anderem.
Selbstverständlich kann man eine Colitis ulcerosa oder auch eine Neurodermitis immer homöopathisch behandeln, du brauchst dazu kein Cortison, aber du mußt eben behandeln.
Es bedeutet auch, daß der Körper, bzw. die Lebenskraft nicht selbständig in der Lage ist, diese chronische Krankheit in einen gesunden Zustand umzuwandeln. Darin liegt der Unterschied zur akuten Krankheit. Ein Schnupfen heilt irgendwann aus, auch ohne Nasenspray, Inhalationen, Tees oder sonstwas. Eine chronische Krankheit heilt NIE von alleine aus, die Lebenskraft schafft das einfach nicht.
Chronische Krankheiten können in einem "schlafenden" Zustand sein, d.h. eine Colitis ulcerosa, eine Multiple Sklerose oder was auch immer, kann symptomlose Zeiten haben, dennoch ist die chronische Krankheit immer da, sie kann nicht von alleine verschwinden.
Wenn du z.B. eine Colitis ulcerosa gar nicht behandelst, d.h. wirklich mit NICHTS, so wird der Patient auf alle Fälle Mangelerscheinungen bekommen, der Dickdarm wird sozusagen unbeweglich im Stadium 3, es kommen die Komplikationen wie z.B. Perforation, das toxische Megakolon, die Gefahr einer Peritonitis, Stenosebildungen u.a. dazu. Der Tod wird dann irgendwann unausweichlich. Und das ist eben das Kennzeichen der chronischen Krankheiten.
Nehmen wir auch noch das Beispiel Neurodermitis. Wenn du nicht behandelst, verändert sich ja die Haut, wird durchlässiger durch die aufgekratzten Stellen. Jetzt kann sich z.B. dort der Staphylococcus aureus niederlassen, der bei gesunden Menschen auch auf der Haut ist, aber die ist halt ein Schutz. Bei Neurodermitikern ist der Schutz so durchlässig, daß der Erreger in die Blutbahn gelangen kann, eine Impetigo contagiosa z.B. hervorrufen kann, die dann wieder das Lyell-Syndrom als Komplikation hat. Das Lyell-Syndrom ist eine schwere und lebensbedrohliche Krankheit.
Aber zum Glück haben wir ja die Homöopathie und können damit sehr gut chronische Krankheiten behandeln.
Habe ich deine Fragen damit beantwortet?
Falls es dich weiterhin interessiert, kann ich dir wärmstens das Buch "Homöopathik" von Gerhard Risch empfehlen, das ist echt prima zu lesen und erklärt viele Hintergründe der Homöopathie.
Liebe Grüsse
Claudia
miriamantje
02.08.2008, 12:18
Liebe Claudia,
gehören Autoimmunkrankheiten immer auch zu den chronischen Erkrankungen? Klar sind sie chronisch, aber es gibt chronische Krankheiten, die durch z.B. Viren ausgelöst werden und andere die ins Leben mitgebracht werden. Der Gedanke, daß chronische Krankheien unbehandelt immer tödlich enden, verwirrt und erschreckt mich.
Was ist mit den Autoimmunkrankheiten, die sich nicht behandeln lassen?
Mein Sohn leidet u.a. unter Morbus Duhring, das immer mit Zölliakie einhergeht. Durch glutenfreie Kost haben wir ja die Möglichkeit den Darm vor Schaden zu bewahren und durch Verzicht von Fisch/Meerestieren können wir enventuell einen Schub Morbus Duhring vermeiden. Indem man bestimmte Dinge vermeidet, behandelt man im weitesten Sinne ja sicherlich auch. Doch die Haut hat irgendwo immer kleine Blasen, sprich daß Duhring ist immer aktiv. Es gibt aus medizinischer Sicht auch keine Behandlung. Nur bei heftigsten Schüben wird Dapson oder Cortison zur Immununterdrückung verabreicht. Aber ich kann das nicht als grundsätzliche Behandlung der Krankheit begreifen.
Hingegen habe ich die Möglichkeit z.B. bei Hashimoto durch Schildrüsenhormone, die weitere Zerstörung der Schildrüse aufzuhalten.
Wie ist das aus der Sicht der Homöopathie?
Ich habe lange recherchiert, aber nicht wirklich etwas entdecken können. Wir waren auch in Behandlung eines sehr bekannten Homöopathen, der sich aber auch ratlos zeigte.
Was strebt die Hompöopathie in solchen Fällen an?
Riesen Dank und liebe Grüße
Antje
Liebe Antje,
entschuldigung, daß meine Antwort so lange gedauert hat.
Ja, Autoimmunkrankheiten gehören immer zu den chronischen Krankheiten.
Die Frage ist ja, was wir unter "Behandlung" verstehen.
Häufig haben wir es ja auch mit Stoffwechselentgleisungen zu tun, die unbehandelt, also ohne daß wir Rücksicht auf den Stoffwechsel nehmen, sich immer weiter verschlimmern.
Beim Morbus Duhring achtest du auf glutenfreie Ernährung, weil man weiß, daß ein Duhring immer nur auf einer Zöliakie gedeiht, daß es also keinen Duhring ohne Zöliakie gibt. Wenn du also nicht die Zöliakie im Zaum halten kannst, kannst du auch nicht den Duhring in den Griff bekommen. Deshalb handelt es sich meines Erachtens nach schon um eine Behandlung.
In Fällen, in denen Patienten kommen, die Autoimmunerkrankungen haben, die nicht "direkt" zu behandeln sind, kann der Homöopath immer nur das Miasma behandeln, auf dem diese Erkrankung sozusagen wächst.
Deshalb kann für mich eine Behandlung bei solchen Erkrankungen nur über die miasmatische Homöopathie laufen und man kann hoffen, daß man den Patienten im Laufe der Zeit über eine Stärkung des Immunsystems in einen stabileren Zustand bringt. Das wird der behandelnde Homöopath sicher begonnen haben.....
Liebe Grüsse
Claudia
frenchbully
18.12.2009, 18:36
Hallo
Ich habe seit ca. 20 Jahren Colitis Ulcerosa. Seit ca. 15 Jahren bin ich ohne Cortison. Ich lebe noch.
Meine Ernährung habe ich total umgestellt, fühle mich pudelwohl.
Gruß Annette
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